Tag der Briefmarke 2025

Tag der Briefmarke 2025

Neue Ausgabe zeigt ab 4. September den „Sachsen-Dreier“

(BDPh/BMF) Das Bundesministerium der Finanzen hat am 4. September 2025 ein Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Tag der Briefmarke“ – „Sachsen-Dreier“ herausgegeben.

„Welcher Philatelist kennt diese Briefmarke wohl nicht? Der sogenannte Sachsen-Dreier gehört heute zu den beliebtesten und bekanntesten Ausgaben in Deutschland. Dabei war der „Francomarke“ die heutige Bekanntheit nicht gerade vorbestimmt. Denn die „Drei Pfennig rot“ war eher ein Provisorium, welches unter großem Zeitdruck hergestellt wurde.

Mit der Gründung des Deutsch-Österreichischen Postvereins begann zum 1. Juli 1850 ein neues Zeitalter in der Kommunikation. Jetzt einigten sich zahlreiche Postverwaltungen im deutschsprachigen Raum auf die einheitliche Festlegung der Portosätze. Dabei spielten nach und nach auch Briefmarken eine Rolle. Nachdem zuerst Bayern 1849 eine Briefmarke herausgegeben hatte, folgte 1850 das Königreich Sachsen. Dabei orientierte sich die Oberpostdirektion in Leipzig an den südwestlichen Nachbarn. In München wurden im Frühjahr 1850 folglich einige Briefmarken quasi zur Ansicht (und Nachahmung) bestellt.

Gestaltung und Herstellung der neuen Marken wurden wenig später von der Druckerei J. B. Hirschfeld in Leipzig übernommen. Hier konnten im Buchdruckverfahren auf 25.000 Bogen in acht Auflagen insgesamt 500.000 Briefmarken gedruckt werden. Dabei können verschiedene Typen und Farbtöne festgestellt werden, die Größe des Markenbildes weicht zum Teil deutlich voneinander ab. Die Nachfrage nach den neuen Marken war recht groß, so dass von der Auflage mehr als 463.000 Exemplare an das geneigte Publikum verkauft werden konnten. Der Rest wurde schon im Dezember 1851 verbrannt.

Aus postgeschichtlicher Sicht ist vor allem wichtig, dass der Sachsen-Dreier eigentlich zum Versand insbesondere von Streifband-Zeitungen bestimmt war. Nur wenige Briefmarken sind unversehrt erhalten geblieben, denn beim Abtrennen der Streifbänder kam es in der Regel zu Beschädigungen. Es wird vermutet, dass heute noch bis zu 4.000 Exemplare erhalten sind.“

(Text: Reinhard Küchler, Bund Deutscher Philatelisten e. V.)

Die Gestaltung des Postwertzeichens und der Ersttagsstempel stammen von Andrea Voß-Acker aus Wuppertal. Bildquelle: © Bund Deutscher Philatelisten. Die Briefmarke hat einen Wert von 95 + 40 Cent.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]