„Happy Birthday STIFTUNG!“

Foto: Richard Stücklen (1970), ex WM-Archiv
(wm-pcp) Ist sie nun alt oder ist sie noch jung? Am 3. Juni 1966 hauchte Richard Stücklen, der damalige Bundespostminister, der neuen Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte den Odem des Lebens ein. Heute zählt sie 60 Lenze und ist damit wohl kein Jungstar mehr. Aber ein „Stern am Philateliehimmel“ war sie immer. Schon kurz nach Gründung wurde im Gedenken an die Verdienste des 1967 verstorbenen Konsuls Hermann Deninger, des BDPh-Präsidenten und ersten Vorsitzenden der Stiftung, der Hermann Deninger-Literaturpreis am 5. September 1968 geschaffen, der bis heute alle drei Jahre verliehen wird. Die Jugendarbeit gewann schon recht bald einen sichtbaren Akzent. So wurde seit den 1970er-Jahren nicht nur die Zeitschrift der Deutschen Philatelisten-Jugend („Junge Sammler“) unterstützt, sondern seit 1969 auch Philateliewerbung für junge und jugendliche Sammler mit einem bundesweiten Stiftungswettbewerb gefördert.
In den 1970er-Jahren – spätestens seit der 1. Internationalen Briefmarkenmesse in Essen und den von unglaublich vielen Sammlern besuchten nationalen Ausstellungen kamen neue Schwerpunkte dazu, deren Förderung mit nennenswerten Kostenübernahmen für die Bereiche Ausstellungswesen, Literatur, Forschung, Fälschungsbekämpfung, Öffentlichkeitsarbeit und Seminare fortan regelmäßig jährlich mit Millionenbeträgen entsprochen wurde. Allein in den ersten 30 Jahren Stiftungstätigkeit wurden nahezu 40 Millionen DM zugunsten der Förderung der Philatelie und Postgeschichte ausgeschüttet, ein Betrag, der deutlich macht, dass die Zuschlagserlöse der seit 1966 erschienenen Briefmarken sinnvoll eingesetzt wurden. Eine „Weltrekord-IBRA 99 Nürnberg“ war nur dank der rund sechs Millionen Euro der Stiftung möglich!
Der BDPh, Vereine und ArGen, Autoren und Verleger u.a. haben der Stiftung unendlich viel zu verdanken. Persönlichkeiten wie beispielsweise Rüdiger Krenkel, der von 2000 bis 2025 (!) Geschäftsführer der Stiftung war, haben dazu viel beigetragen.
Foto: Richard Stücklen (1970), ex WM-Archiv

